Chronik

Der erste Grundstein zu unserer Vereinsentwicklung wurde 1911 gelegt. In diesem Jahr sammelte Herr Kaplan C. Heinemann die sportbegeisterte Jugend von Huckarde um sich und gründete die Marianische Jünglingssodalität. Nach anfänglichem Aufschwung kam diese Bewegung, bedingt durch den 1. Weltkrieg, leider zum Erliegen.

 

Doch schon im Jahre 1916 wurde die Sportabteilung der Marianischen Jünglingssodalität durch die Herren August Denneborg, Heinrich Haupt, Clemens Hoppe, Hermann Grundmann, Paul Jansing, Josef Krah, Theodor Leifeld, Heinrich Schulte und Wilhelm Hoppe neu gegründet. Dieser Kreis fühlte sich besonders dem Fußballspiel verbunden. Unter großen finanziellen Schwierigkeiten wurden Wettspiele durchgeführt.

 

Nach Beendigung des ersten Weltkrieges erhielt der Sportbetrieb einen erheblichen Aufschwung. Der Idealismus, der damals in der Jugendbewegung aufzufinden war, läßt sich daran erkennen, dass die noch heute bestehende Sportplatzanlage im Huckarder Wäldchen (Waldsportplatz) von unserem Gründer ohne jede fremde Unterstützung geschaffen wurde. Diese Leistung ist auch gegenwärtig noch einer Würdigung wert, zeigt sie doch einen Geist, der auch heute noch die DJK auszeichnet. Vor der Fertigstellung der besagten Sportplatzanlage trat ein Ereignis von weittragender Bedeutung ein. In Würzburg wurden im Jahre 1920 alle Sportabteilungen der katholischen Jünglingsvereine vom Prälaten Mosterts unter dem Namen „Deutsche Jugendkraft“ zu einem, das Reich umschließenden Sportverband, zusammengefaßt.

 

Unter der Leitung von Theodor Leifeld, der dieses Amt von Dr. Wilhelm Hoppe übernommen hatte, wurden die ersten Meisterschaftsspiele im Verband durchgeführt. Schon bald hatten die „Blau-Weißen“ der DJK Huckarde einen Namen, der auch über Dortmunds Grenzen hinaus einen guten Ruf besaß.

 

Als herausragendes Ereignis aus dieser Zeit muß die Sportplatzeinweihung im Huckarder Wäldchen erwähnt werden. Hier sei der Einsatz unseres langjährigen 1. Vorsitzender Theodor Leifeld besonders gewürdigt. Unter seiner Leitung sind die Einweihungsfeierlichkeiten zu einem Triumph unseres Vereins geworden.

 

In den folgenden Jahren wurde am inneren und äußeren Aufbau unseres Vereins gearbeitet. Neben den zwei Stammannschaften wurden noch zwei Jugend- und zwei Schülermannschaften aufgestellt. Als besonderer sportlicher Höhepunkt aus dieser Zeit muß die Meisterschaft in der A-Klasse der ersten Stammannschaft von 1925 genannt werden.

 

Zu unseren Fußballmannschaften kam eine Turnriege unter der Leitung von Alfred Wüllner. Diese Riege entstand aus einer Gruppe Turnbegeisterter, die sich schon 1916 zusammengefunden hatten. Zu diesen Sportarten gesellte sich noch eine Leichtathletik- und Handballabteilung. Sogar eine Laienspielgruppe wurde gegründet.

 

An diesen Aufbauleistungen waren neben den Vorhergenannten auch unsere verstorbenen Ehrenvorsitzenden Bernhard Wengmann und Anton Brand beteiligt. Den Höhepunkt unserer Entwicklung erreichten wir 1932 zum 3. Reichstreffen. Bei den sportlichen Wettkämpfen in der Kampfbahn „Rote Erde“ konnte allein unser Verein 80 Turner und Leichtathleten melden. An allen Konkurrenzen nahmen Sportler unserer DJK Blau-Weiß Huckarde teil, so mancher Sieg und Platz wurde von unseren Sportkameraden erkämpft.

 

Auf dieser beachtlichen Höheblieb der Verein biszum Jahre 1934. Dieses Jahr warf einen Schatten auf die DJK, einen Schattenauch auf unseren Verein. Durch das nationalsozialistische Regime wurde der Name DJK aus dem deutschen Sprachgebrauch verbannt, eine große katholische Sportbewegung gewaltsam aufgelöst. Ein Name wurde verboten, doch der DJK-Gedanke lebte weiter.

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Arminia Lippstadt und 1. Mannschaft Huckarde (hintere Reihe) beim Sport Werbetag, 4. Mai 1930 in Wickede-Ruhr

 

 

Vereinsgeschehen 1947 bis 1981

 

Das Ende des 2. Weltkrieges, das auch die Befreiung von Zwang, Willkür und Unterdrückung mit sich brachte, ließ schnell die Erinnerung an den guten Namen „Deutsche Jugendkraft“ wieder wach werden. Die Erinnerungsgespräche führten zu Treffen der alten Jugendkraftfreunde und zu dem Wunsch, die Sportgemeinschaft wieder aufleben zu lassen. In der Gründungsversammlung am 7. September 1947 trugen sich 72 Jugendkraftfreunde in die Mitgliederliste ein. Zu den 38 Freunden, die unserer DJK bereits in den 20er und 30er Jahren angehört hatten, stießen bereits 34 jüngere im Alter von 15 bis 22 Jahren. So war es möglich, wenn auch der Zeit entsprechend unter größten Schwierigkeiten, sofort einen geordneten Spielbetrieb aufzuziehen.

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Hans Gröne, Fritz Zwieghoff, Anton Brand, Dr. Wilhelm Hoppe, Theo Leifeld, August Köster, Alfred Wüllner, Georg Krüger, Meinholf Wippermann, Fritz Ruff, Heinz Brune, Josef Bussmann, Franz Brand, Bernhard Wengmann, Wilhelm Kröge und Hermann Erdmann

 

Neben diesem Spielbetrieb, der nach einer gewissen Aufbauzeit 6 Fußballmanschaften umfaßte, wurde auch eifrig an anderen Möglichkeiten des Sportes und der Vereinsgemeinschaft geplant und gearbeitet. So sei hier in Anlehnung an die Aufzeichnung in der Festzeitschrift zum 30jährigem Jubiläum erinnert, an die Spiele um die Rhein-Weser-Meisterschaften im DJK-Verband, an die Kreissportfeste, an die Wald- und Staffelläufe, an das Bundesfest der DJK in Dortmund.

 

Die völlige Ausschöpfung der spielerischen Möglichkeiten im DJK-Verband Rhein-Weser war der ursächliche Grund unseres Übertritts zum WFV mit den größeren Möglichkeiten des Spielbetriebs; der Übertritt entsprach aber auch der Empfehlung unseres hochverehrten Prälaten Wolker. Unter Überwindung vieler Anfangsschwierigkeiten zeigte bereits das Jahr 1950 gute Leistungen und den Anschluß an die Spitzengruppen in den Spielklassen.

 

Neben dem Thema Nummer 1 „Fußball“ erinnern wir uns gern der Kontakte mit dem S.C. Südlohn. Unvergessen bleiben die erfolgreichen Staffelläufe „Quer durch Huckarde“, „Quer durch die Hoesch-Anlage“, „Quer durch Annen“ und die Waldlaufmeisterschaften des Kreises Dortmund im März 1953 mit der Rekordbeteiligung von 736 Teilnehmern in allen Klassen.

 

Nach 3 hintereinanderfolgenden Siegen „Quer durch Huckarde“, blieb der begehrte Wander-Silberpokal im Besitz von Blau-Weiß. Einen weiteren Höhepunkt erreichten unsere Leichtathleten im Jahre 1953 bei den 2500 m Waldlaufmeisterschaften des Kreises Dortmund. In der Besetzung Kröge, Kochanski, Winkels und Zwiehoff wurde unsere Mannschaft Vize-Kreismeister.

 

In der Einzelbewertung wurde Hugo Kröge hinter Kruse (Altenbögge) ebenfalls Vizekreismeister über 2500 m.

 

Auch der gesellige Teil kam bei uns nicht zu kurz. Z.B. wurden Fahrten zur Mosel, nach Paris, Prag und Budapest organisiert.

 

Ein Höhepunkt in unserem geselligen Vereinsleben waren stets unsere traditionellen Karnevalsfeiern im kath. Vereinshaus (Hülle), die von eigenen Kräften hervorragend gestaltet wurden.

 

Internationale Kontakte pflegen wir mit unseren belgischen und französichen Freunden aus Preau Ste. Catherine, Laval (Belgien) sowie Faremontier (Frankreich). Gegenbesuche festigen die Freundschaft.

 

Das Jahr 1954 war auch für unseren „Fußball“ ein wichtiges Jahr, wurde doch erstmals ein offizieller Trainer für die Mannschaften eingesetzt. Dieser konnte aus der bestens geleisteten Aufbauarbeit der Schüler- und Jugendleiter Kapital schlagen. Diese Arbeit schlug zu Buch in der Kreismeisterschaft der Jugend, in der Kreismeisterschaft der Mannschaft, in der Teilnahme an den Ludwig-Wolker-Spielen, in den Diözesantreffen in Höxter, Lippstadt und Münster und in den Spielen aus besonderen Anlässen gegen Mannschaften wie Rot-Weiß Essen, Schalke 04 und Preußen Münster. Über die spielerischen Erfolge guter Jugend- und Trainerarbeit zeigt die Chronik eine lange Liste mit dokumentarischen Bildern, über die wir uns immer wieder freuen, wenn sie die Runde in unseren Händen machen.

 

Erstmalig an der Tabellenspitze stand unsere 1. Mannschaft nach dem Spiel gegen TuS Barop am 30. September 1962. Nach leichtem Abrutschen wurde die Spitze wieder am 11. November 1962 errungen. Die Kraft reichte jedoch nicht zum Aufstieg. Das nächste Jahr war ein Zitterjahr, in dem der Abstieg gerade noch vermieden werden konnte. Dagegen konnten wir im Spiel um den Verbandspokal der Deutschen Jugendkraft das Endspiel erreichen, unterlagen jedoch der DJK Wilhelmshaven mit 0:1.

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Aufstiegsmannschaft in die 1. Kreisklasse im Juni 1957 von links: Steinke, Feige, Berkemeyer, Kastrup, Becker, Weber, Lobin, Reimann, Hübental, Spigiel, Wiegand, Sprenger

 

Im kommenden Jahr schien wieder die Sonne für alle Freunde des Fußballs, stand die 1. Mannschaft doch nach dem Spiel am 20. Dezember 1964 erstmalig wieder an der Tabellenspitze der 1.Kreisklasse nach einem Sieg über die SG Rahm. Diese Spitzenposition gab die Mannschaft bis zum Schluß der Serie nicht wieder ab, was für uns den Aufstieg bedeutete. Unter Spielobmann Laidag und Trainer Collet errang folgende Mannschaft den Erfolg: Kerstiens, Weber, Feige, Kaiser, Heidmeier, Rennau, Tegethoff, Spigiel, Schröder, Ungerland, Austinat und Krutzki.

 

Im gleichen Jahr wurde auch die Kreismeisterschaft nach einem Entscheidungsspiel gegen TuRa Asseln errungen. Das Spiel endete im Aplerbecker Waldstadion mit 3:2.

 

Der Aufstieg in die Bezirksklasse wurde gebührend gefeiert, brachte er doch erstmalig ein Zusammentreffen in der gleichen Klasse mit unserem Nachbarverein Westfalia.

 

Das neue Spieljahr zeigte eine Überraschung, weil unsere Mannschaft nach dem Spiel gegen Blau-Gelb Schwerin am 3. Oktober 1965 wieder an der Tabellenspitze der Bezirksklasse stand. Das erste Lokalderby gegen Westfalia Huckarde gewannen wir mit 3:1. Der 1. Platz wurde erreicht am 27. März 1966 im Spiel gegen den VfB Waltrop, das wir mit 4:2 gewannen. Das war nach dem schwachen Ergebnis vor 2 Jahren zuvor eine Sensation. Die Tabellenspitze wurde nicht wieder abgegeben und der Aufstieg in die Landesliga war geschafft.

 

Die Mannschaft spielte unter Obmann Laidag und Trainer Ellekotten mit: Berkemeyer, Kerstiens, Braun, Kaiser, Weber, Austinat, Rennau, Büth, Künnemund, Tegethoff, Ungerland und Feige.

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Im ersten Spiel der Landesliga spielten wir gegen Teutonia Lippstadt und gewannen mit 2:1 Toren, im vierten Spiel erreichten wir mit einem 3:1 gegen SuS Derne den 2. Tabellenplatz. Am Schluß der Spielzeit standen wir an 12. Stelle. Eine Folge des Aufstiegs in die Landesliga war auch, dass eine K1 Mannschaft für die 3. Kreisklasse gestellt werden mußte, die sich ebenfalls gut hielt.

 

Im zweiten Spieljahr in der Landesliga hatten wir weniger Glück. Wir stiegen wieder ab. Folgende Spieler spielten in diesem Jahr unter den Trainern Preuß und Collet: Heilmann, Krutzki, Peters, Braun, Feige, Frink, Rennau, Weber, Austinat, Künnemund und Heidmeier.

 

In der Bezirksklasse belegten wir in der Spielzeit 1968/69 wieder einen guten Mittelplatz. In diesem Jahr trainierten Collet und Steinke. Am Ende des Jahres stand eine internationale Begegnung mit unseren französischen Freunden aus Faremontiers. Vorsitzender Hans Rüger konnte die Kicker aus Frankreich begrüßen. Analog zum 2. Jahr in der Landesliga war auch das 2. Jahr in der Bezirksklasse weniger erfolgreich. Am Ende hatten wir uns mit dem 11. Tabellenplatz noch einigermaßen gehalten.

 

Im Endspiel um den Ludwig Wolker Pokal unterlagen wir der DJK Frankonai 1:5. Die letzten Jahre waren von unterschiedlichem Erfolg unseres Vereins auf sportlicher Ebene geprägt.

 

In immer größerem Umfang machte sich der Profifußball breit, der vor allem kleine und mittlere Amateurvereine vor große Probleme stellte. Auch wir wurden von diesen Schwierigkeiten nicht verschont. Durch den Wechsel talentierter Spieler zu Großvereinen waren Abstiege nicht zu vermeiden. Doch sind wir auch in diesen schweren Zeiten unserem Vorsatz treu geblieben, nur reinen Amateurfußball zu betreiben. Wir nahmen es bewußt und mit einem gewissen Stolz in Kauf, dass wir mit unserer Einstellung in der heutigen Zeit nicht mehr an die früheren Erfolge auf Landesligaebene anknüpfen konnten. Trotzdem war es immer in jedem Jahr unser Ziel und es wird auch in Zukunft so sein, den Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse zu schaffen. Wir hoffen, mit dieser unserer Einstellung zum Sport, einen Beitrag zu leisten, der dokumentiert, dass nicht das Geld, sondern der Sport im Vordergrund steht.

 

Als positiven Aspekt kann man die schon seit einiger Zeit wieder regelmäßig spielende Altherren-Mannschaft betrachten. Lange war der Wunsch, diese Mannschaft wieder ins Leben zu rufen, vergeblich geäußert worden. Schließlich, nach viel Vorarbeit und großer Eigeninitiative von Peter Pichelmann, stand seine Altherren-Mannschaft, die z.Z. ca. 30 Spieler umfaßt und schon viele Siege verzeichnen konnte. Aktive Spieler früherer Zeiten haben wieder zurück zu unserem Verein gefunden und gehen jetzt ihrem Hobby Fußball nach, wobei der gesellige Teil keineswegs zu kurz kommt.

 

Doch wer meint, Blau-Weiß Huckarde sei nur etwas für Jungen und Männer, der irrt. Unsere Frauengymnastik-Abteilung unter der bewährten Leitung von Frau Helga Dürkopp, besteht nun schon seit 24 Jahren. Frauen im Alter von 17 bis 70 Jahren sind mit großem Eifer bei der Sache. Auch in diesem Kreis spielen neben dem Sport Humor und Geselligkeit eine wichtige Rolle.

 

Bei dieser Rückschau auf die letzten Jahre dürfen wir die Zeit nicht vergessen, in der unsere jugoslawischen Freunde dem Verein angehörten. Nicht ohne Stolz können wir heute im Nachhinein sagen, dass wir diesen Fußballern aus Jugoslawien über die Anfangsschwierigkeiten hinweggeholfen und ihnen das Ausüben dieses Sportes ermöglicht haben. Heute spielen diese Sportler zwar nicht mehr bei uns, sondern in ihrem eigenen neugeggründeten Verein NK Zagreb; die Freundschaft ist geblieben.

 

Doch was wäre die DJK Blau-Weiß Huckarde ohne ihre Jugend. Mehr denn je wurde in den vergangenen Jahren die Jugendarbeit verstärkt. Dank umsichtiger Vereinsführung arbeitet die Jugendabteilung weitgehend selbständig und ist auf sportlichem Gebiet mit mehreren Mannschaften seit langem erfolgreich. Diese gute Jugendarbeit in unserem Verein kommt schließlich darin zum Ausdruck, dass unsere Senioren-Mannschaften vorwiegend aus Spielern bestehen, die aus den eigenen Reihen hervorgegangen sind.

 

 

Vereinsgeschehen von 1981 bis 1996

 

Wer geglaubt hat, dass nach den Feierlichkeiten 1981 zum 60jährigen Vereinsjubiläum sich Veränderungen im Verein ergeben würden, hatte sich geirrt. Der Chronist, der viele Jahre die Geschicke des Vereins an verantwortungsvoller Stelle mitbestimmt und begleitet hat, stellt fest, dass der bewährte Vorstand unter dem Vorsitz von Heiner Kastrup seine gute und erfolgreiche Arbeit im und für den Verein fortsetzte.

 

Auf sportlicher Ebene wurde gute Hausmannskost geboten. Im fußballerischen Bereich wurde der Spielbetrieb von zwei Senioren-, vier Jugend- und einer Alt-Herrenmannschaft durchgeführt. Eine Frauengymnastik-Abteilung und ein Männer-Trimm-Dich-Club vervollständigten die sportlichen Aktivitäten.

 

Klaus Berkemeyer, lange Jahre der Begriff für Jugendleitung der DJK Blau-Weiß Huckarde, wurde 1981 von Manfred Hartmann abgelöst. Seit mehreren Jahren ist Werner Michels Leiter der Jugendabteilung. Die Jugendabteilung war schon von eh und je das besondere Aushängeschild unseres Vereins. Von Anfang an wurde im Jugendbereich von allen Seiten beachtete und geschätzte Arbeit geleistet. Erfolgreiche Teilnahme an Turnieren und Aufstiege in den Spielklassen waren äußere Zeichen dieser Bemühungen. Die schon einmal unterbrochenen freundschaftlichen Verbindungen mit dem SC Südlohn, verbunden mit Zeltlagern in Südlohn, ist seit längerer Zeit wieder neu belebt. Die Betreuung der Jugendmannschaften in Bezug des Transportes der Spieler zu den Auswärtsspielen lösten die Eltern dadurch, dass sie Fahrgemeinschaften bildeten und so pünktlich an den Spielorten waren. Ein vereinseigener Bulli hatte hier etliche Jahre gute Abhilfe geschaffen. Neben Spielerbeförderungen musste der Bulli für kleinere Wohnungsumzüge, Transporte aller Art und auch für eine Fahrt der Alten Herren nach Berlin herhalten.

 

Unsere Jugendabteilung führt zur Zeit ihren Spielbetrieb mit sechs Jugend- und einer Mini-Kickermannschaft durch. Für Nachwuchs ist also gesorgt. Der Vorstand wünscht der rührigen Abteilung alles Gute und viele Erfolge.

 

Der 1. Vorsitzende Heiner Kastrup trat 1986 aus privaten Gründen von seinem Amt zurück. Als Nachfolger übernahm Manfred Hartmann die Führung des Vereins. Schon immer waren die mäßigen Trainingsmöglichkeiten vor allem in den Wintermonaten – bedingt durch wenig Hallenstunden – ein Hemmnis zur weiteren Leistungsentwicklung. 1986 nutzte der Vorstand die Gunst der Stunde, als der von uns bespielte Tennenplatz neu hergerichtet werden musste, zur Errichtung einer Trainingsbeleuchtungsanlage. Viele Vereinsmitglieder arbeiteten Hand in Hand mit dem Vorstand, um so schnell wie möglich die Anlage zu errichten. Es war schon für uns alle ein tolles Erlebnis, als zum Beginn der Spielzeit 1987 erstmalig die Strahler den Sportplatz ausleuchteten und somit dem Trainingsmangel ein Ende bereiteten.

 

Das Jahr 1989 brachte einen weiteren Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Unserem Verein wurde die Austragung der DJK-Bundesfestspiele im Bereich Seniorenfußball übertragen. Der Erfolg der Veranstaltung wurde von vielen Helfern getragen. Bei diesen Spielen, an denen die besten Fußballmannschaften der Deutschen Jugendkraft teilnahmen, erreichte unsere Mannschaft sensationell das Endspiel und unterlag der DJK Wülfershausen aus Württenberg mit 0:1. Ein stolzes Ergebnis.

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Aus gesundheitlichen Gründen trat im Oktober 1989 Manfred Hartmann als 1. Vorsitzender zurück. Auf der Jahreshauptversammlung wurde Horst Ungerland zum Nachfolger gewählt. Neben wechselhaftem Verlauf in den folgenden Jahren, gelang der 1. Mannschaft 1992 der Aufstieg in die Bezirksliga. Leider folgte diesem Erfolg ab 1993 ein zweimaliger Abstieg bis in die B-Klasse. Unsere K1-Mannschaft, schon immer ein Eigengewächs des Vereins, stieg 1993 in die B-Klasse auf. Dadurch, dass sie Leistungsträger an die dezimierte 1. Mannschaft abtreten musste, geriet sie mit in den Abstiegsstrudel und stieg wieder in die C-Klasse ab. 1995 erreichte die 1. Mann-schaft wieder den Aufstieg in die A-Klasse und 1996 stieg auch die K1-Mannschaft in die B-Klasse auf.

 

Seit der Spielzeit 1996/97 wird sogar eine dritte Seniorenmannschaft gestellt.

 

Zu erwähnen ist ferner das 70-jahrige Vereinsjubiläum, das im Herbst 1991 gefeiert wurde. Ehrungen für besondere Verdienste und langjährige Mitgliedschaft wurden einigen Mitgliedern zuteil. Für 70-jährige Mitgliedschaft wurde dem letzten lebenden Mitbegründer des Vereins und langjährigem Ehrenvorsitzenden, Bernhard Wengemann die Kaiser-Heinrich-Urkunde, der Schutzpatron der Deutschen Jugendkraft, verliehen. Günter Bierhoff erhielt die höchste Auszeichnung der DJK, das Ludwig-Wolker-Relief.

 

1979 etablierte sich innerhalb des Vereins eine Alt-Herrenmannschaft, deren 1. Obmann Peter Pichelmann war. Die Abteilung wurde zu einem wichtigen Positivfaktor im Verein. Durch Teilnahmen an Turnieren u.a. in Berlin, Karlsruhe, Detmold und Fulda wurden bleibende, freundschaftliche Bande geknüpft, die heute noch Bestand haben. Jetziger Obmann der Alten-Herren ist Joachim Sominke. 1985 ließ die Abteilung den traditionellen Vereinskarneval wieder aufleben. Bis heute brachte diese jährliche Veranstaltung, die stets ausverkauft war und mit vielen Darbietungen ein buntes Programm bot, dem Verein eine weit über Huckarde hinausgehende Anerkennung. Eine gleiche zustimmende Resonanz in der Bevölkerung erreicht ebenfalls die Oldie-Nacht, die einmal jährlich im Saalbau veranstaltet wird.

 

Im nächsten Jahr feiern die Damen der Gymnastik-Gruppe ihr 25-jähriges Bestehen. Vom ersten Tag an ist Frau Helga Dürkopp die Übungsleiterin dieser Abteilung, der ca. 60 Damen angehören. Eigene, großartige Darbietungen sind eine Bereicherung unserer Karnevalsveranstaltung. Diese Damenriege ist eine starke Säule in unserem Verein.

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oben: J. Kreuper, P. Dresp, G. Brodhage, D. Sonneburg, O. Sträter, H. Huste, M. Büth, B. Winkelmann, R. Jostschulte mitte: H. Oelschläger, E. Alshut, C. Prigge, I. Scheller, B. Hohmann, H. Lindner, D. Gersdorf, unten: M. Rüßmann, K. Dunschen, T. Rothland, L. Eickmeyer, M. Kirch, G. Gottfried, M. Loges, Übungsleiterin H. Dürkoop

 

Sie hatten bereits 1995 ihren 25. Geburtstag gefeiert: der Trimm-Dich-Club, der von elf Männern mittleren Alters gebildet wird. Samstags dröhnt die Turnhalle, wenn sie zur Sache gehen. Stolzer Präsident dieser verschworenen Gemeinschaft ist von Gründung an Hans Tadema.

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stehend von links: R. Francois, B. Niemann, H. Stodollik, H. Tadema, U. Kinder, W. Flak. knieend von links: R. Heidmeier, W. Sprenger, K. Trepic

 

Rainer Heidmeier trat 1993 die Nachfolge von Horst Ungerland als 1. Vorsitzender des Vereins an. Die ihm zur Seite stehenden Vorstandsmitglieder haben, genau wie er, langjährige Erfahrung in der Vereinsführung. Ein Aufstieg ist ihnen gelungen, mögen weitere Erfolge sich anschließen.

 

aus: Festschrift zum 75jährigem Vereinsjubiläum 1921-1996

 

 

 

Unser Vereinsheim

 

Wie war das noch im Herbst 1998?

 

Nach dem Spiel gegen Westfalia Huckarde standen noch viele vor dem Vereinsheim, wollten gerne über das Match bei einem Glas Bier diskutieren. Drinnen war alles überfüllt. Kein Platz mehr für Spieler oder Gäste. Das Vereinsheim war einfach zu klein. Die ersten Überlegungen waren da: “ Wir müssen anbauen.“

 

Aber wer soll das finanzieren? Die Kosten für das kleine Vereinsheim waren noch nicht abgezahlt und nun sollten wir uns schon wieder in Kosten stürzen. Von allen Seiten kamen Anregungen.

 

Die Gruppe um F. Henning, W. Viereck, M. Schrade, W. Buschmann und S. Krügel wurden konkret: „Wir unterstützen euch und erstellen den Rohbau“. Dieses Angebot wollten und konnten wir nicht ablehnen. So ging es los.

 

Anträge an das Sportamt, Grünflächenamt, Bauordnungsamt und an das Umweltamt wurden gestellt. Mitte Dezember lag die Baugenehmigung vor. Wir konnten anfangen.

 

Den meisten ging es dann, mitten im Winter, nicht schnell genug. Im Februar 1999 fingen wir an.

 

Zuerst kam die Feuerwehr. Zwei große Bäume mußten gefällt werden. Eine kaputte Stahlwinde (W. Buschmann) und viel Holz vor der Tür waren das Resultat. Der erste Spatenstich war getan.

 

Von da an gab es eigentlich keine Pause mehr. Hermann Büth, Wolfgang Viereck, Michael Schrade, Walter Schrade, Joachim Vollmer, Heinz Bahls und viele andere waren fast täglich auf der Baustelle zu sehen. Pflastersteine aufnehmen und zur weiteren Verwendung lagern, Fundamentgräben ausschachten und die Gründung für die Sohle erstellen. Alles in Handarbeit war nicht möglich. Arbeit, die keinem so recht Spaß machte. Kurzfristig wurde ein Kleinbagger ausgeliehen.

 

Wolfgang Viereck, ca. 150 kg Lebendgewicht und der Kampf mit dem Kleinbagger. Sieger nach Punkten wurde Wolfgang Viereck, die Sohle konnte jetzt betoniert werden.

 

Wer geglaubt hatte, jetzt hätten wir leichtes Spiel, sah sich getäuscht. Wie kommt der Beton zur Baustelle ? Kein Betonfahrer wollte das Risiko eingehen, bis zur Baustelle vorzufahren. Auch dieses Problem wurde kurzfristig gelöst. Mit einer Betonpumpe über den Ballfangzaun und ca. 30 Meter Entfernung wurde der Beton in die Baugrube gepumpt.

 

Die Sohle war „drin“ und die Mauersteine wurde bestellt. Es mußte zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht das beste Material sein. Aber einige rümpften schon verdächtig mit der Nase, als die Steine da waren. Wasserdurchtränkt und mit Grünspan versehen machten sie äußerlich keinen guten Eindruck. Von Ladenhüter war die Rede.

 

Aber, ein guter Maurer kann eben alles verarbeiten. Wolgang Viereck und Siggi Krügel hatten schnell drei Wände hochgemauert.

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Die Dachkonstruktion konnte bestellt und verzimmert werden. Leichter gesagt als getan. Ein Holzbalken, 6,50 Meter lang, wiegt immerhin rd. 85 kg. Und die mußten drei Meter hoch eingebaut werden. Für Wölfi, wie erwähnt 150 kg Lebendgewicht, und seine Helfer kein Problem.

 

Dachschalung „drauf“ und nach recht kurzer Bauzeit war der Rohbau erstellt und wir konnten Richtfest feiern.

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Müdigkeit hatte sich eigentlich bei den meisten Helfern noch nicht eingestellt und so ging es zügig weiter. Bernd Piasek ging dran, das Dach abzudichten und gleichzeitig wurden die Fenster eingebaut bzw. umgesetzt.

 

Die Einbruchsicherung (Uwe Laidag) war angebracht und jetzt kam der große Augenblick, auf den alle gewartet haben.

 

Durchbruch!

 

Staubwände wurden gesetzt. Boschhämmer in Position gebracht und ab ging die Post. Mensch, war das ein Lärm und noch mehr Dreck.

 

Es dauerte zwar Stunden, bis der Durchbruch geschafft und der Schutt draußen vor der Tür lag, aber man konnte nun die Dimension des neuen Vereinsheimes erkennen. Ein bißchen Stolz waren alle über das Geleistete.

 

Der Innenausbau konnte beginnen.

 

Jürgen Zielke begann mit den Elektroarbeiten. Die Wärmedämmung wurde zwischen die Dachbalken geklemmt und mit der Unterkonstruktion der Holzdecke befestigt. Fensterbänke wurden eingebaut und Wolfgang Viereck versuchte sich an den Innenputzarbeiten (seine Lieblingsbeschäftigung), die Siggi Krügel beendete.

 

Bernd Piasek ließ es sich nicht nehmen, die Betonsohle gegen aufsteigende Feuchtigkeit mit Schweißbahn abzudichten, so dass Siggi Krügel den schwimmenden Estrich herstellen konnte. Eine wirkliche Knochenarbeit. Nichts für schwere Jungs.

 

Zwischendurch gingen viele, allem voran die Alten Herren, daran, draußen das Erdreich zu verteilen und den Pflasterbelag wieder herzustellen.

 

So langsam stellte sich bei einigen doch etwas Müdigkeit ein.

 

Zwei Monate waren vergangen und einige waren fast jeden Tag oder jedes Wochenende auf der Baustelle Blau-Weiß zu finden.

 

Durchhalten war die Parole. Zumal sich auch Erfolge bei der ersten Mannschaft einstellten.

 

Fertigstellung des Vereinsheim und Aufstieg der 1. Mannschaft wurden in Verbindung gebracht. Aufstiegsfeier im erweiterten Vereinsheim. Das wäre es doch!

 

Ohne viel Überzeugungskünste wurde weiter gemacht. Die gesponserten Fliesen wurden fast in einer Nacht- und einer Nebelaktion mit viel Bier und viel Schweiß von W. Viereck verlegt.

 

Die Holzdecke wurde von den Alten Herren gesponsert und insbesondere von J. Vollmer in Filigranarbeit angebracht. Das Vereinsheim bekam Kontur.

 

Mit dem Feinputz und der Elektrofeininstallation durch J. Vollmer und J. Zielke waren die Bauarbeiten nach nur rd. drei Monaten fertiggestellt. Eine große Leistung aller Beteiligten.

 

Da auch gleichzeitig unsere 1. Mannschaft den Aufstieg in die Landesliga schaffte, war natürlich klar: Aufstiegsfeier im Vereinsheim. Aber da fehlte noch was.

 

Einrichtung! Und das ließen sich dann unsere Frauen nicht nehmen.

 

Gesagt, getan. Gardinen wurden angebracht, Tischdecken ausgesucht und vieles mehr. Viele Vorschläge wurden umgesetzt.

 

Die Aufstiegsfeier konnte stattfinden.

 

Allen, aber auch allen, auch wenn der Beitrag am Gelingen der Bauarbeiten noch so gering war, insbesondere aber auch nicht genannten Sponsoren, ein herzliches Dankeschön.

 

aus: „Die Erste“ DJK Blau-Weiß Huckarde – Vereinszeitschrift – Ausgabe 1 – März 2000

 

 

Chronologie des Aufstiegs in die Landesliga

 

Sommer 1998; der Aufstieg in die Bezirksklasse war vollzogen. Die Abgänge in der Mannschaft konnten mit landesliga- und bezirksligaerfahrenen Spielern wie Thomas Sprenger, Ralf Brosda und Harald Krauskopf gut kompenisiert werden. Mit Henning Gockel, einem der besten Tennisspieler in Dortmund, kam ein weiterer Spieler zum Verein, der in der B-Liga schon als Torjäger überzeugen konnte.

 

Bei einer Umfrage unter den Trainern der Bezirksliga nach dem möglichen Aufsteiger, wurde unsere Mannschaft am häufigsten genannt.

 

Für den Vorstand war dies nur insgeheim eine Überraschung. Ein Platz im oberen Mittelfeld war das Ziel.

 

Die Vorbereitung auf die Bezirksliga lief wie eigentlich immer in den Jahren zuvor. Kleinere Erfolge bei den Vorbereitungsturnieren gaben kaum Anlass, über einen Aufstieg nachzudenken.

 

1.Spieltag: am 16.08.1998 gegen SC Dorstfeld 3:0 Heimsieg und Tabellenführung. Tore: Ralf Brosda, Tim Passauer und Dustin Haarmann. Resümee der Presse: weder Huckarde noch Dorstfeld spielten in der erhofften Form.

 

2.Spieltag: frei

 

3.Spieltag : Das erste Lehrgeld der Saison musste gezahlt werden. Die 1:5 Niederlage in Geisecke brachte alle auf den Boden zurück. Platz 9 in der Tabelle.

 

4.Spieltag: Heimspiel gegen SuS Wilhelmshöhe. 2:0 Sieg. Bei mehr Schussglück hätte der Sieg auch höher ausfallen können. Tore: Harald Krauskopf und Tim Passauer. Platz 7 in der Tabelle.

 

5.Spieltag: in VfL Hörde. Erst in der Nachspielzeit musste die Mannschaft den Ausgleich zum 1:1 hinnehmen. Torschütze: Tim Passauer. Platz 7 in der Tabelle.

 

6.Spieltag: Heimspiel gegen SV Berghofen 2:2. Kommentar Michael Ruhl: “Wir haben 2 Punkte verschenkt. Das darf nicht passieren. Wir laden den Gegner förmlich zum Toreschießen ein“ Tore: Dustin Haarmann und Henning Gockel. Platz 7 in der Tabelle.

 

7.Spieltag: in BG Schwerin. Erster Auswärtserfolg mit 4:2 für unsere Mannschaft. Ein überlegen herausgespielter Sieg. Tore: Tim Passauer, Dustin Haarmann, Henning Gockel und Dirk Rehling. Einziger Wehmutstropfen: Tim Passauer verletzte sich und mußte für lange Zeit aussetzen.

 

8.Spieltag: Heimpleite gegen den VfB Habinghorst. Trotz 2:0 Führung konnte das Spiel nicht gewonnen werden. 2 Platzverweise (Heuer und Sprenger) wurden zum Verhängnis. Tore: Thomas Sprenger und Dustin Haarmann. Platz 7 in der Tabelle.

 

9. Spieltag: In Frohlinde. Mit einer beachtlichen Leistung konnte sich die Mannschaft für die Heimpleite gegen Habinghorst rehabilitieren. Nach Toren von Thomas Sprenger und Dustin Haarmann sicherte Dirk Rehling mit einem Sonntagschuss aus 25 m Entfernung den Auswärtserfolg. Platz 5 in der Tabelle.

 

10.Spieltag: Das Lokalderby gegen Westfalia Huckarde. Vor ca. 400 Zuschauern fielen die Tore erst in den letzten Minuten: 88. Minute Thomas Sprenger und in der Nachspielzeit gelang Michael Reinhard mit einem fulminanten Schuss noch der Ausgleichstreffer für Westfalia. Insgesamt ein gerechtes Ergebnis. Platz 4 in der Tabelle mit 15 Punkten und der Abstand zur Spitze betrug schon 6 Punkte.

 

11.Spieltag: beim Kirchhörder SC. Trotz 1:2 Niederlage wurde die Mannschaft von allen Seiten gelobt. Trainer Michael Ruhl: “ Wir sind einfach noch zu lieb, wir müssen unsere Chancen besser nutzen.“ Trostpreis macht Huckarde nicht froh. Abhaken und besser machen. Torschütze: S. Pehlivan. Platz 4 in der Tabelle.

 

12. Spieltag: Heimpleite gegen den Hörder SC mit 1:2. Das Duell der Verfolger wurde verdient vom HSC gewonnen. Die ersten Misstöne waren da. Einzelgespräche und Mannschaftssitzungen statt Training. Die Mannschaft ist verunsichert. Torschütze Ralf Brosda. Von Platz 4 auf Rang 8 in der Tabelle abgerutscht.

 

13. Spieltag: in Urania Lütgendortmund. Ein Klassespiel in der 2. Halbzeit mit einem Punkt belohnt. Trotz 2:0 Pausenführung für Urania gab unsere Mannschaft nicht auf. Toller Einstand von Stephan Knop. Die Gespräche haben doch etwas bewirkt. Tore: S. Knop und S. Pelivan. Rang 8 in der Tabelle.

 

14. Spieltag: Heimspiel gegen SuS Merklinde. Blau-Weiß schlägt den Spitzenreiter 3:2. Über den Kampf zum Spiel gefunden. Die spielerisch starken Merklinder wurden in der 2. Halbzeit von der Kampfkraft unserer Mannschaft völlig überrascht. Ein Spiel auf hohem Bezirksliganiveau. Tore: Henning Gockel und zweimal Ralf Brosda. Platz 7 in der Tabelle.

 

15.Spieltag: 3:0 Auswärtssieg in Merkur. Auf dem vereisten Untergrund konnte unsere Mannschaft gegen den Tabellenletzten klar gewinnen. Tore: Henning Gockel, Marek Kosok und Harald Krauskopf. Platz 4 in der Tabelle. Zum Ende der Halbserie das erhoffte Ergebnis. 3 Punkte Abstand zur Tabellenspitze. Die da oben wollen wohl gar nicht mehr gewinnen?!

 

16. Spieltag: Rückrunde am 20.12.1998 in SC Dorstfeld. Überschrift: BW Huckarde nach 3:0 am Bummelberg Tabellenführer. Eine vorgezogene Weihnachtsüberraschung. Dorstfeld wurde klassisch ausgekontert. Tore: Henning Gockel, Stephan Knop und Thomas Sprenger. Platz 1 in der Tabelle.

 

17. Spieltag: Spielfrei

 

18. Spieltag: Heimspiel gegen SV Geisecke. Verdienter 2:1 Erfolg und Revanche der 1:5 Niederlage in Geisecke. Tim Passauer war nach langer Verletzungspause wieder dabei. Tore: Tim Passauer und Henning Gockel. Punktgleich Platz 2 in der Tabelle. Ein Tor weniger geschossen.

 

19. Spieltag: Blau-Weiß verspielt 2:0 Führung in Wilhelmhöhe. Völlig unnötig musste unsere Mannschaft noch in der letzten Spielminute das Unentschieden hinnehmen. 70 Minuten das Spiel dominiert, 2:0 geführt und dann noch so etwas. Unglaublich. Tore: Tim Passauer und Thomas Sprenger. Platz 2 in der Tabelle 2 Punkte Abstand.

 

20. Spieltag: Heimspiel gegen VfL Hörde. Kein großes Spiel, 2:2 ein gerechtes Ergebnis. Tore: Tim Passauer. Platz 2 in der Tabelle, 2 Punkte Abstand.

 

21. Spieltag: in Berghofen. 0:1 zur Pause, doch dann läuft Huckardes Tormaschine – 6:1 gewonnen. Ein tolles Spiel unserer Mannschaft und Westfalia Huckarde schlägt den Spitzenreiter Merklinde. Tore: Thomas Sprenger, Ralf Brosda, Henning Gockel, Stephan Knop, Stefan Bachner und Harald Krauskopf. Platz 1 in der Tabelle. Danke Westfalia.

 

22. Spieltag: Heimspiel gegen BG Schwerin, 5:2 Sieg. Nach 20 Minuten stand es bereits 4:0. Wie die Feuerwehr überrannte unsere Mannschaft BG Schwerin. Tore: 3 x Henning Gockel, Stephan Knop und Dustin Haarmann. Platz 1 in der Tabelle.

 

23. Spieltag: Auswärtssieg in Habinghorst. 2 Feldverweise und doch 3:0 gewonnen. Man muss auch solche Spiele gewinnen, wenn man an der Tabellenspitze bleiben will. Tore Thomas Sprenger, Henning Gockel und Tim Passauer. Platz 1 in der Tabelle.

 

24. Spieltag: Heimspiel gegen FC Frohlinde. Nach einem mäßigen Spiel kam unsere Mannschaft über ein torloses 0:0 nicht hinaus. Blau-Weiß konnte die Gunst der Stunde nicht nutzen. Urania gewinnt in Merklinde. Platz 1 in der Tabelle – 2 Punkte Vorsprung.

 

25. Spieltag: Huckarde fiebert dem Derby entgegen. Westfalia will kein BW-Wunder erleben. Westfalia 14 Spieltage ohne Niederlage, BW seit 11 Spielen ungeschlagen. Eine der beiden Serien wird am Sonntag reißen, war die einheitliche Meinung. 400 Zuschauer waren begeistert über ein packendes Huckarder Derby. Unsere Mannschaft gewinnt 5:3, Tore 3 x Tim Passauer, Dustin Haarmann und Stephan Knop. Anerkennung auch von Westfalia: „„Klasse Leistung“. Man hätte auch gern vor der großen Kulisse gewonnen, aber die Rahmenbedingungen waren schließlich auch nicht schlecht. Platz 1 in der Tabelle und 3 Punkte Vorsprung.

 

26. Spieltag: Heimspiel gegen Kirchhörde. 3:3 Unentschieden; es hätte auch noch schlimmer kommen können. Tore 2 x Dustin Haarmann und Thomas Sprenger. Tabellenführung und nur noch 1 Punkt Vorsprung.

 

27. Spieltag: Auswärts beim Hörder SC 6:1 gewonnen. BW-Huckarde stößt das Tor zur Landesliga ganz weit auf. Tore 2 x Stephan Knop, Thomas Sprenger, Dustin Haarmann, Stefan Bachner und Andreas Jocheim. Durch die Niederlage von Merklinde hat die Mannschaft drei Tage vor Schluss als Tabellenführer 4 Punkte Vorsprung. Der Vorstand muss sich Gedanken machen.

 

28. Spieltag: Heimspiel gegen Urania Lütgendortmund. Bei einem Sieg im West-Duell wäre der Landesliga-Aufstieg perfekt (Merklinde spielfrei). Wieder „nur“ ein 1:1 Unentschieden. Die Nervosität war zu spüren. Trotz guter Torgelegenheiten unserer Mannschaft muss der Landesliga-Aufstieg um zumindest eine Woche verschoben werden. 1 Punkt beim direkten Verfolger reicht. Tor: Düsgün Ulusan. Platz 1 in der Tabelle und 5 Punkte Vorsprung.

 

29. Spieltag: Zweiter Anlauf zum Aufstieg in SuS Merklinde: Joker Harald Krauskopf schießt unsere Mannschaft zum 1:0 Sieg und damit zum Aufstieg in die Landesliga. Es war vollbracht. Nach 33 Jahren wieder zurück in die Landesliga. Der Jubel bei den Spielern und den Fans war unbeschreiblich. Platz 1 in der Tabelle und 6 Punkte Vorsprung.

 

30. Spieltag: Zum Abschluss gab es auch endlich mal wieder einen Heimsieg gegen den Absteiger FC Merkur. Der Aufstieg wurde zünftig im erweiterten Vereinsheim gefeiert.

Geschichte10

 

aus: „Die Erste“ DJK Blau-Weiß Huckarde – Vereinszeitschrift Ausgabe 1 – März 2000

 

 

Nach Abstieg aus der Landesliga beginnt der Neuaufbau

 

Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte gelang der 1. Mannschaft der DJK Blau-Weiss Huckarde der Aufstieg in die Landesliga. Sportlich ein großer Erfolg und zugleich auch wieder eine Herausforderung für den gesamten Verein.

 

Nachdem wir im ersten Spieljahr in der Landesliga nur mit Mühe dem Abstieg entrinnen konnten, traf uns das Schicksal im zweiten Jahr. Mehrmonatige Verletzungsausfälle der Leistungsträger Thomas Sprenger und Henning Gockel, berufliche Verhinderungen von Rolf Brosda und Weggang von Stammspielern wie Jörg Niedzwicki und Tim Passauer machten die Aufgabe des Spielertrainer Ulrich Schier nicht gerade einfach, zumal die Neuverpflichtungen kaum Landesligaerfahrungen besaßen und der Spielerkader relativ dünn war. Spielerische Mängel und fehlende Alternativen brachten uns zum Abschluss der Hinserie schon auf einen Abstiegsplatz. Trotzdem war das rettende Ufer noch in Sicht und eine bessere Rückrunde ließ auf den Klassenerhalt hoffen. Die Niederlagenserie riss aber nicht ab und als Konsequenz der schlechten Leistungen beurlaubte der Vorstand im November 2000 den Spielertrainer Ulrich Scheier und verpflichtete mit Andreas Köhler einen Nachfolger, der den möglichen Klassenerhalt noch sichern sollte oder im Fall des Abstieges, den Fall ins Bodenlose verhindern sollte.

 

Der Abstieg ließ sich auch durch den Trainerwechsel nicht vermeiden. Vorrangige Aufgabe war es nun, für die kommende Bezirksliga Saison eine starke Mannschaft aufzubieten, die ein weiteres Absacken in die Kreisliga A verhindern sollte. Neben den personellen Verstärkungen rechnete der Verein natürlich auch mit der Genesung der Langzeitverletzten Thomas Sprenger und Michael Kaufmann. Gezielte Verstärkung erhielt die Mannschaft durch folgende Spieler:

 

Yildirim Yildiz, Yavus Yildiz, Yalzin Yildiz, Don Jon Kim, Raimund Reddig und Tobias Schäfer

 

Sowie aus der eigenen Jugend:

 

Sebastian Pagel, Dennis Wienand, Emil Durmis und Nico Kresic.

 

Als abgestimmtes Ziel mit dem Vorstand galt der Klassenerhalt. Während in den ersten Meisterschaftsspielen und auch Vorbereitungsspielen das Potenzial dieser neu geformten Mannschaft zu erkennen war, gab es doch aufgrund der Integration neuer Spieler noch eine Reihe von Abstimmungsproblemen in den einzelnen Mannschaftsteilen. Mit zunehmender Spielzeit wurden diese Mängel von Andreas Köhler in der Mannschaft abgestellt. Zur Winterpause findet sich die 1. Mannschaft auf dem 5. Tabellenplatz wieder und konnte 10 Siege, 2 Unentschieden und 5 Niederlagen verzeichnen. Mit 32 Pluspunkten ist man immerhin 13 Punkte vom überragenden Tabellenführer Wilhelmshöhe entfernt, wird aber wohl mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun bekommen. Erfreulich ist auch, dass BW Huckarde mit Raimud Reddig (16 Treffer) den Torschützenkönig zur Winterpause stellt.

 

Bezogen auf die Fußball-Hallenstadtmeisterschaften wurde das Ziel Endrunde erreicht. Leider konnte das Halbfinale durch eine Niederlage gegen den Ligakonkurrenten Merkur 07 nicht erreicht werden.

 

Zu Beginn der Rückrunde konnte der Trainer mit der Vorbereitungsphase nicht zufrieden sein. Obwohl die Mannschaft in einigen Spielen zu überzeugen wusste, ließ doch gerade die Trainingsbeteiligung einige Wünsche offen. Unmittelbar vor dem Rückrundenstart erklärte der Trainer Andreas Köhler, dass er für die nächste Saison nicht mehr zur Verfügung steht, da dass sportliche Konzept des Vorstandes für die neue Spielzeit nicht mit seinen Vorstellungen übereinstimme.

 

Diese Entscheidung hinterläßt auch seine Wirkung. Der Vorstand hatte eigentlich erwartet, mit Andreas Köhler langfristig weiterzuarbeiten. Nun aber steht man erneut vor dem Problem, einen geeigneten Trainer für die neue Saison zu verpflichten und den Spielerkader erneut zu verstärken, da jeder Trainerabgang auch mit einem Vereinswechsel einzelner Spieler verbunden ist.

 

aus: „Die Erste“ DJK Blau-Weiß Huckarde – Vereinszeitschrift Ausgabe 2 – Mai 2002

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